Teil eines Werkes 
4. Th. (1864)
Entstehung
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Kammerdiener eilten auf den Zehenſpitzen ab und zu, ein ältlicher hagerer Mann ſaß in der Fenſterbrü⸗ ſtung und blätterte in einer Art Tagebuch, während ein anderer Mann ziemlich gleichen Alters neben dem Bette ſtand und von Zeit zu Zeit den Vorhang lüftete und einen Blick auf den Kranken warſ. Neben dem Bette ſtand eine Art Nachtkäſtchen, das freilich in der Form von unſeren Möbeln dieſer Art himmelweit verſchieden war.

Die obere Fläche wurde durch ein Drahtgitter be⸗ gränzt. Innerhalb desſelben ſtanden zahlreiche Tinctu⸗ ren und Tränke von tief dunkler Färbung bis zur Helle des Waſſers. Neben dieſen Fläſchchen und Tiegeln be⸗ fanden ſich Pillenſchachteln und Theeſäckchen. Eine an⸗ gezündete, mit Weingeiſt gefüllte Lampe, über welcher ein Tiſane kochte, vollendete das Bild des Krankenzim⸗ mers. Die herabgelaſſenen Rouleaux brachten ein Halb⸗ dunkel hervor, das die blaue Flamme der Weingeiſtlampe noch ſichtbarer machte.

Die beiden Anweſenden waren die Aerzte Mignoni und Magnus, der Kranke Kaiſer Mathias.

Wieder einmal hatte den Monarchen ſein altes Uebel, die leidige Gicht, mit doppelter Gewalt gepackt.

Er litt wirklich, die zuſammengezogenen Sehnen an den Füßen und die gekrümmten Finger zeigten es deutlich.

Das ſchmale, blaſſe Geſicht des Kaiſers war feucht von Schweißtröpfchen, welche ſowohl der heftige Schmerz