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Theaterdirector fehlt, der das Schauſpiel in Scene ſetzen ſollte.“
Der Erzherzog hatte noch nicht ausgeredet, als Graf Onate athemlos zur Thür hereinſtürzte.
Onate war ganz ein Gegentheil von der gewöhn⸗ lichen Körperbildung ſeiner Nation, ein ziemlich kleiner, wohlunterſetzter Mann, auf deſſen fleiſchigem, kurzem Nacken ein dicker, von grauen Haaren umwallter Kopf ſaß.
Die Geſichtszüge des ſechszigjährigen Mannes drückten übrigens viele Energie aus, während die ge⸗ krümmte Naſe und die feingebildeten Lippen den Ari⸗ ſtokraten keinen Augenblick verkennen ließen.
Der Eingetretene ſchöpfte tief Athem und ſagte dann mit lauter Stimme:„Ich bin ſo raſch einge⸗ treten, um Eure Durchlauchten zu warnen, da ich ſo eben Herrn von Khuen's Equipage die Richtung nach der Burg einſchlagen ſah.“
Dieſe Worte wirkten wie ein Donnerſchlag auf die Erzherzoge. Maximilian griff raſch nach ſeinem Barett und ſchritt auf die Thür zu.
König Ferdinand fragte:„Wohin, Euer Liebden?“
Der Deutſchmeiſter antwortete:„Raſch zum Kai⸗
ſer; wir müſſen dem dummdreiſten Oberſten um jeden
Preis zuvorkommen, und gälte es die Ungnade Sr. Majeſtät.“ 14*


