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Leid an, mein Wertheſter.“ Tſchapin konnte den Satz nicht ſchließen, denn im ſelben Augenblick wurde die Thür von innen geöffnet, ſo daß Tſchapin bald auf die Naſe gefallen wäre; nur der furchtbare Anblick, der ſich ihm darbot, verlieh ſeinem ſchief geneigten Körper die Kraft ſich in's Gleichgewicht zu ſetzen; er ſah Eckart nicht in ſeinem Blute ſchwimmen; er bemerkte nicht, daß die Kammer von Pulverdampf erfüllt war; ja er gewahrte nicht einmal die gefürchteten Piſtolen, dagegen ſtarrte ihm Johann Eckart im goldverbrämten Schmuck eines kaiſerlichen Capitains wie das grauenvolle Meduſenhaupt entgegen; er war der Hauptmann, an welchen der Brief gerichtet war. Das war gewiß genug, um einen Menſchen um den Verſtand zu bringen; Tſchapin ſtöhnte und ächzte, als ob er auf der Folter läge; er konnte es ſich nicht verſagen den Arm des Capitains zu befühlen, um ſich nur von der Wirklichkeit des Erlebten zu überzeugen. In dem Augenblick fiel ihm aber ein Gedanke ein, den er als eine höhere Erleuchtung betrachtete. Was ver⸗ ſicherte ihn, daß nicht Alles ein ſeltſames Gaukelſpiel war, wie es ſehr geſchickte Gauner öfter zur Ausführung bringen, um ſich vor einer entehrenden Todesſtrafe zu ſchützen; er riß den ihm eingehändigten Befehl ausein⸗ ander. Darin hieß es, Don Tſchapin habe ſich unter den Befehl des Hauptmanns Eckart zu ſtellen und ihn bis an die öſterreichiſche Gränze zu geleiten, ſodann aber


