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ein rechtgläubig⸗römiſch⸗katholiſcher Chriſt, ſo hört mich an,— Ihr hört doch?— Der Selbſtmord iſt eines der abſcheulichſten Laſter, ein fluchwürdiges Verbrechen, eine Todſünde, die zur ewigen Verdammniß führt; der Selbſtmord iſt ein Act der Inſubordination, ein Bruch des Fahneneides, Deſertion, ſchändliche Verlaſſung. Ihr ſeid ein Halunke, glaub's wohl, ſonſt wäret Ihr nicht verurtheilt aufgeknüpft zu werden, aber ein ehrlicher Halunke entzieht ſich keinem Befehl ſeiner Oberen, ein ehrlicher Halunke ſtirbt nicht durch eine Kugel, wenn es in der Ordre heißt„Strang.“ Ein Halunke, der ein Ehren⸗ mann iſt, bringt nicht den Henker um ſeinenwohlerworbenen Lohn und ein verehrliches Publieumum das erlaubte Vergnü⸗ gen, ihn ein Weilchen zappeln zu ſehen, endlich— und da hätte ich das Beſte faſt vergeſſen, geht ein Ehren⸗ mann von Halunke nicht ohne den Freipaß der Reli⸗ gion, ohne Sacrament und prieſterlichen Zuſpruch durch. Bedenkt, wie ſchön es ſich ausnimmt, wenn der ſteinalte Prieſter ſich liebreich über Euch niederbeugt und Ihr ganz blaß und leichenähnlich, das Kreuz an die Bruſt gedrückt, auf dem Karren daſitzt, wenn die zarten Jung⸗ frauen aus allen Fenſtern auf Euch niederblicken, ſich die feuchten Augen trocknen und„Schade um das junge Blut!“ liſpeln. Ich verſichere Euch, daß ſo ein Todes⸗ gang einer langen Krankheit gar ſehr vorzuziehen iſt. Werdet alt, ſcharrt euer Geld fleißig zuſammen und krän⸗


