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jenſeitigen Stromufer hölzerne Wohnungen zu errichten. Wer im nahen Weingebirg ein Haus beſaß, zog ſich auf das Land zurück und überließ die Stadtwohnung gegen hohen Miethpreis den Ankömmlingen.
Sehen wir uns Stadt und Bewohner einen Augen⸗ blick an; es lohnt ſich wohl der Mühe, die ungariſche Krö⸗ nungsſtadt ein bischen in's Aug' zu faſſen.
„Poſony,“ das deutſche Presburg, liegt am lin⸗ ken Donauufer ganz hart an dem breiten majeſtätiſch dahin⸗ rollenden Strom und lehnt ſich mit dem Rücken an ziem⸗ lich hoch anſteigendes Weingebirg, von deſſen Höhen man eine entzückende Fernſicht genießt; bis weit über St. Geor⸗ gen hinaus ſchweift der durch kein Terrainhinderniß ge⸗ hemmte Blick. Auf einem Hügel, dem Promontor des höher anſteigenden Gebirges, liegt das Schloß, jetzt eine halbe Ruine, deren eingeſunkene Mauern von Rauch geſchwärzt ſind; damals eine ſtattliche Burg, welche zum Aufenthalt der Fürſten und ihres Gefolges hinlänglich Raum darbot. Dieſes Schloß war zur Zeit, von der wir reden, ein feſter Punkt, ſpäter eine Caſerne und iſt heutzutage ein wüſtes Durcheinander von Schutt und Gemäuer. Dieſes Schloß beherrſchte die Stadt, wie es ſeiner Seits wieder von den Höhen des Gebirges beherrſcht wurde.
Die Stadt ſelbſt hatte damals die wenigen geraden und geräumigen Straßen und regelmäßigen Plätze, die ſie heutzutage beſitzt, noch nicht; die krummen holprigen


