Teil eines Werkes 
1. Th. (1864)
Entstehung
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nur zu derben Körperbaues, in der Regel viel hübſcher als die Gebirgsbewohnerinnen anderer Gegenden.

Zu all dieſen Reizen kommt noch die Verſchmelzung des gemäßigten, um nicht zu ſagen, kalten Nordens mit den Eigenthümlichkeiten einer wärmeren Zone. Ein Bergkamm ſcheidet oft die rauheſten Gebirgsthäler von einer Gegend mit vollkommen ſüdlicher Vegetation. Drei Wegſtunden nördlicher gelangen die Früchte des Apfelbaums nicht einmal zur Reife, und am ſüdlichen Ab⸗ hang derſelben Bergkette gedeiht der Weinſtock, aber auch die Citrone und der Feigenbaum.

Wie es jetzt iſt, war es auch vor zwei Jahrhunderten. In Tyrol hat ſich wenig geändert; das Volk iſt bis auf den heutigen Tag dasſelbe geblieben; möglich, daß Eiſen⸗ bahnen und der geſteigerte Verkehr binnen einem Decen⸗ nium mehr ausrichten, als die verfloſſenen Jahrhunderte gethan, doch das iſt Sache der Zukunft. In dieſem Augen⸗ blick iſt Land und Volk noch unverändert dasſelbe.

Dieſes ſchöne Land fiel in das Loos des Erzherzog⸗ Deutſchmeiſters Maximilian von Oeſterreich. Der Erz⸗ herzog war ſo fromm und eifrig katholiſch, wie das Volk, das er beherrſchte, denn ſeine Herrſchaft war bei der In⸗ dolenz des Oberhauptes der regierenden Familie, Rudolf II., und ſelbſt unter deſſen thätigerem Nachfolger Mathias ziemlich unbeſtritten; auch war der Erzherzog nicht der