zurückkehren muß, ſobald dieſer unſelige Menſch nicht mehr in ihrer
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ſichere Selbſtbeherrſchung erkennt: dagegen im Leben immer heftig, jähzornig, ach, und wie oft ſogar höchſt ungerecht gegen ſein beſſeres Ich!— Das iſt mein guter Bruder in dieſem Augenblick wieder, wo er zum Stocke greift, um einen Menſchen zu züchtigen, den er noch jüngſt zur Thüre hinauswarf, ohne daß dieſer eine Satisfaction für ſolchen Schimpf verlangt hätte! So geh' denn, geh', und tritt den Feigling zum Ueberfluß auch noch mit Füßen, beſchimpfe ihn auf jede mögliche Weiſe, das Unheil, welches er über uns Alle gebracht hat, wirſt du damit doch nicht ungeſchehen machen, vielmehr nur neuen Seandal hervorrufen.
Schröder mußte bei all' ſeinem leidenſchaftlichen Temperamente doch die Wahrheit dieſer Worte anerkennen, Dorotheens Ruhe ent⸗ waffnete abermals ſeinen Zorn, und indem er das treffliche Weſen an ſein Herz drückte, rief er bewegt: 3
Ach, was ſoll aus mir werden, wenn du im Herbſt von mir gehſt und ich in böſen Stunden deine treue Warneſtimme nicht mehr höre! Aber ſo kommt immer ein Unglück zum andern, und mit Charlotten verliere ich nun auch dich! Darum verdenk' es mir nicht, wenn ich zuweilen dem heißen Blute mehr als klug und billig, Gewalt über den ruhigen Verſtand einräume. Denn wie gern ich dich auch dem Freunde gönne, Dorta, ſo will mir doch oft das Herz vor Wehmuth ſpringen, wenn ich bedenke, daß du und Charlotte euch von der Kunſt abwendet. Wie ſchön hatten wir Drei es im Sinne!— Wie durften wir in Wahrheit darauf ſtolz ſein, wenn Männer von Geiſt und
Bildung behaupteten, die Geſchichte des Theaters habe keine zweite
künſtleriſche Ebenbürtigkeit unter drei Geſchwiſtern aufzuweiſen, gleich der unſeren. Und das Alles ſoll nun mit einem Schlage vorbei ſein! Das ſchöng Doppelband, das Natur und Kunſt um unſere Herzen ſchlang, ſoll ſich löſen gleich jedem andern zufälligen Verhält⸗ niß,— ſprich ſelbſt, Dorta, muß ich da nicht zuweilen auch an meiner eignen Zukunft irre werden?
Von Lotten laß' ich es gelten, entgegnete die Schweſter, daß ihr Verluſt für die Bühne ein unerſetzlicher wäre, wenn ich überhaupt daran glauben könnte. Nein, nein, noch gebe ich die Hoffnung nicht auf, daß ſie ſelbſt gegen ihren Willen zur Kunſt zurückkehren wird,
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