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— 433— brochene Schweigen aufgab, und mit gepreßter Stimme
ſagte:
„Ja— ja— ich kann faſt nicht mehr daran zweifeln, Boie war mein Solon! Er ſagte mir's voraus, und ich hielt's nicht für möglich. Und nun iſt Alles— Alles ſo
gekommen, wie er's prophezeite,— nicht um ein Jota hat er ſich geirrt,— und ich— ich bin ein ruinirter Mann!“
Er ſchlug ſich verzweifelt die Hände vor's Geſicht und hielt eine Weile inne, dann fuhr er fort:
„Es iſt was Schreckliches um ein Leben, das einmal verpfuſcht iſt! O es iſt der härteſte Fluch, Junghof— eine zerſtörte Jugend zu haben! Da mag man düngen und
pflügen und ſäen, ſo viel man will; auf dem ausgebrann⸗
I Boden gedeiht kein grüner Halm, und die Körner ver⸗
modern oder ſchießen in tauben Aehren empor. Es gab Augenblicke in meinem Leben, ſiehſt Du, da erkannt' ich's ſicher, daß mir nichts glücken würde, da glaubt' ich's, da wußt' ich's und war beruhigt. In ganz kleinen, gering⸗ fügigen Dingen, die den Tauſendſten nicht einmal beküm⸗ mern, erfuhr ich es ſchon frühe, daß mir kein Glück lächeln, kein Wunſch erhört werden ſolle. Und dieſes dunkle, lähmende Gefühl, das mir beſtändig bei Allem, was ich unternahm, bei Allem, was ich hoffte, noch ehe ich nur⸗ mit meinem Plan, meinem Wunſch in's Reine gekommen war, ſchon ganz beſtimmt ſagte: Es iſt nichts, es iſt Alles nichts, laß ab, laß ab, du erreichſt es doch nicht, du ſtrebſt und hoffſt vergebens,— ich glaube, in dieſem Gefühle lag eben mein Unglück. Ich hatte zu nichts einen freudigen Muth, eine begeiſterte Zuverſicht, ging immer meinem Glück wie auf Eierſchalen entgegen, und gewiß lag irgend⸗ wo auf dem ebenſten Weg ein Stein, über den ich ſtol⸗ 8


