Teil eines Werkes 
2. Th. (1860)
Entstehung
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Die niederſtiegen in der Erde Höhlen,

Hinab in's tief verborg'ne, ſtille Dunkel,

Und dann durch dichte Nacht die Himmel ſchau'n Am Mittag voll von Sternen, großen Sternen, Die nimmerdar, im ſcharfen Lichte blinzelnd, Kurzſicht'ge Augen ſchaun!

Unſer beſtes Empfinden, unſer höchſtes Streben erglüht und erhebt ſich ſelten in der Wohlhabenheit. Wenn wir beten:Führe uns nicht in Verſuchung! ſo laſſet uns be⸗ denken, inwieweit unſere Bitte ſchon erhört iſt, wenn der⸗ Reichthum uns fern blieb. Laſſet uns die Armuth als eine Auszeichnung hinnehmen, laſſet ſie uns tragen als ein Ehren⸗ kleid. Wir wollen lernen, jenen Stolz für ſie zu fühlen, der die Demuth iſt. Vielleicht beten wir nicht in der Kirche die Gemeinplätze her, die aus halber Ueberzeugung ſtammen; aber wir empfinden, wenn wir in uns ſelbſt Gottesdienſt feiern, nicht bloß ein Gefühl der Ergebung, nein in Wahr⸗ heit auch ein Pulſiren der Glückſeligkeit.

Und iſt denn Einſamkeit ein ſo großes Uebel? Iſt nicht edle Einſamkeit beſſer, als unedle Geſellſchaft? Laſſet uns ringen, auf daß wir aus der Einſamkeit die Kraft, allein zu ſtehen, gewinnen; nicht in hochmüthiger Ab⸗ ſonderung, nicht in verächtlicher Geringſchätzung unſerer

Mitmenſchen, ſondern in jenem Selbſtvertrauen, welches zu⸗

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