Teil eines Werkes 
2. Th. (1860)
Entstehung
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wie wenig angemeſſen unſere Fähigkeiten, wie widerſtrebend unſrer Natur dieſe Pflicht auch immer ſein mag. Der Geiſt, in dem es gethan wird, veredelt jedes Werk, ſo daß es ein rechtſchaffenes iſt. Wenn er nur in dem rechten, redlichen Geiſt arbeitet, ſo hören die Umſtände auf, der Tyrann des Arbeiters zu ſein, und er wird ihr König. Alle materiellen Dinge werden durch die Idee in uns ver⸗ klärt; ein Degengriff kann für einen Bayard das Kreuz vorſtellen. So arbeitete ich denn eifrig und ernſtlich an den vom Geſchick mir überwieſenen Pflichten, ich be⸗ kämpfte den Ekel und überwand die Abneigung. Aber ich arbeitete nur aus Pflichtgefühl; ich ließ mich nie herab, die Arbeit zu lieben, die ich doch ſo gewiſſenhaft vollbrachte. Dieſe Arbeit zu vernachläſſigen, wäre ein Verrath geweſen; ſie zu lieben, eine Gottesläſterung. So wie ein ehrenhafter Mann, der mit einer Frau vermählt iſt, die er nicht mit voller Liebe liebt, doppelt emſig in ſeiner Sorge und Auf⸗ merkſamkeit für ſie iſt ſo arbeitete ich weiter und weiter, ohne Verſäumniß und unverdroſſen, um ſo eifriger vielleicht, weil ich meine Arbeit nicht liebte, und weil ich über mich ſelbſt wachen mußte, daß ich ſie nicht mißachtete. So ge⸗ wann ich den Lohn, welcher den pflichtmäßigen Anſtren⸗ gungen vorbehalten iſt. Die Einzelnheiten der Arbeit wurden mir geläufig; ſie hörten auf, mir eine Plage zu