Teil eines Werkes 
2. Th. (1860)
Entstehung
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Prophezeihung?“ fragte Fritz mit einem Ton, der mir zeigte, daß das Andenken an jenen Abend wieder vollſtändig in ihm erwachte.„Daß ich es behielt, iſt nicht zu verwun⸗ dern!“

„O, ich habe keines von Beiden vergeſſen“, fügte ich hinzu.„Mein Gelübde habe ich gehalten, und meine Pro⸗ phezeihung hat ſich erfüllt—„Du haſt es nun, König, Cawdor, Glamis, Alles.“—

„Wie die Zauberſchweſtern es verſprachen, iſt es nicht ſo?“ unterbrach er mich.„Du warſt meine Zauberſ chweſter, Grey, eine wirkliche Art von weiſem Hexenmeiſter. Wie viel Dank bin ich Dir ſchuldig, alter lieber Junge! Und wie Recht hatteſt Du in dem, was Du über die Frauen ſagteſt! Was war ich für ein Narr mit meinem albernen, kurzſichtigen Weiberhaß!“

„Du machſt mich ſtolz auf meinen Sieg, Fritz“, ſagte ich haſtig und mit nervöſer Beſorgniß, die Unterhaltung auf die allgemeine Frage über das ganze Geſchlecht zu be⸗ ſchränken und jede Anſpielung auf die eine Frau zu ver⸗ meiden, welche mir ſchon damals die Farben zu meiner hohen Idee über die Frauen lieh. Ich bebte, nach Allem, was geſchehen war, nach der langen Zeit, die vergangen war, noch immer zurück, ſeinen Dank dafür zu empfangen, daß er durch meine Vermittelung ein Weib wie Lily errungen.