Teil eines Werkes 
2. Th. (1860)
Entstehung
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wöhnlich das äußerlich angeſtrebte Ziel und nicht den innern Impuls in's Auge, welcher zum Kampfe treibt. Aber ein fein unterſcheidendes Urtheil wird leicht genug eine himmel⸗ weite Verſchiedenheit entdecken. Ich kann dafür einſtehen, daß Fritz's Beſtrebungen hoch und würdig ſind, ſo wie ſeine Studien ernſt und aufrichtig. Er fühlt, daß ein Leben voll Thätigkeit ſeinen Fähigkeiten mehr angemeſſen iſt, als ein contemplatives Leben; daß es ihm beſſer taugt, ſein Denken in Geſetze zu faſſen und Geſetzgeber zu werden, als die Gedanken zu denken, die dem Handeln vorhergehen, und ein Mann der Wiſſenſchaft zu bleiben. Beide Carridren weiſen dem Mann ein edles Feld an, der Menſchheit zu dienen. Wohl dem, der ſeine eigenen Fähigkeiten mit Weis⸗ heit prüft und in die Sphäre lenkt, in der ſie frei wirken können als in ihren wahren, natürlichen Grenzen. Inzwiſchen führt Fritz ein glückliches Leben. Seine Liebe für Lily ver⸗ tieft ſich von Tag zu Tag. Sein Geiſt iſt angenehm und vollauf beſchäftigt; eine glänzende Carridre liegt offen vor ihm da, und er widmet ſich ihr mit innerer Geſundheit und mit friſchem Muth. Er iſt ernſt geworden. Seine jugendliche Flatterhaftigkeit iſt klar entſchloſſener und geſunder Thatkraft gewichen. Er ſieht die Ideale vor ſich, denen er nachzuſtreben hat, und ſeine ſchwankende Jugend reift

einer edeln, feſten Männlichkeit entgegen. Ich bin zuweilen