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neuung von Kummer und Sorge, die Abweſenheit ſüßer, natürlicher Bande, geſunder Erheiterungen und Beſchäf⸗ tigungen; das bloß ſubjektive Leben ohne die erquickende Abwechſelung eines objektiven Gegengewichtes, das bittere Gefühl, mit der Uebermacht im Krieg zu ſein: wie manch' ein lebendiges Leben iſt ſchon durch die wuchtende Schwere eines ſolchen Hinſterbens bei lebendigem Leibe erdrückt worden! Ich war ohne Zweifel nur Einer von Vielen, von denen ich mich nur durch dieſe Kundgebung heftigen Klagegeſchreis unterſchied. Mancher fällt im Kampf und ſinkt ſchweigend in das namenloſe Grab. Die Sterbe⸗ liſten zählen nicht alle Urſachen auf, durch welche die Menſchen aus dieſem zeitlichen Leben verſchwinden.
Ich lebte in einer unruhigen, ziel⸗ und regelloſen Haſt, in dem Fieber beſtändiger Ueberreizung. Der Tag erſchien mir nicht als ein abgeſchloſſener Zeitraum, der durch eine Nacht erfriſchenden Schlummers von ſeines Gleichen ge⸗ ſchieden iſt; die Nacht ſelbſt war ſtatt einer Pauſe, einer
Nuhe, einer Stärkung nur eine fieberhafte, halb bewußte
Fortſetzung des ermüdenden Kampfes, ein Glied in der immer wachſenden Kette dumpfer, eintöniger Schwere. Wie wenige Menſchen geſtalten ihre eigne Laufbahn und ſteuern ihr eignes Lebensſchiff! Ich war nicht einer jener ſtarken Menſchen, welche ihren eignen Pfad wählen und


