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der hungrigen Wellen zu ſchleppen ſucht: ſo iſt auch unſer Leben ein fortdauerudes Herausarbeiten aus dem Böſen. Oft erreichen wir eine höhere Stufe, von der wir wieder hinabgeſpült werden, und ich, der ich ſchon glaubte, über die Bitterkeit des Geiſtes längſt hinweg⸗ gekommen zu ſein und die Phaſe des Weltſchmerzes ab⸗ gethan zu haben, ich ward wieder zurückgezerrt und wieder hinabgeſchleudert durch die Wogen, denen ich ſchon einmal entronnen war. Ich hatte meinen frühern Ruheplatz nicht hoch genug gewählt, um mich vor dem Rückfall zu ſchützen. Ich blickte um mich, und meine fieberhaften Augen, welche nur mittels des getrübten innern Lichtes ſahen, erkannten einzig Finſterniß und den Schatten des Böſen. Meine eigene Sorge machte mich blind gegen das viele Gute, welches, gleich der Sonne hinter Wolken, hinter und über allem äußern Anſchein des Ueblen vorhanden iſt. Ich will die Wahrheit bekennen. Ich murrte gegen mein elendes Loos, und Lebensüberdruß ſank herab auf all' mein Fühlen. Ich ſah auf die Welt halb in Zorn, halb in Wehmuth. Ich ſah die Rohheit, die Unſittlichkeit, die Unverſchämtheit überall frohlocken im Erfolg des Augenblicks; ich ſah dem⸗
jenigen Alles gelingen, welcher intriguiren, lächeln und
wedeln konnte, welcher ſein eignes Fortkommen auf ſorg⸗ loſe Selbſtſucht und Verachtung der Rechte ſeiner Neben⸗


