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Dein wahres Selbſt ſehr gern. Ich zeigte ihr jenes Ge⸗ dicht von Dir, über die Liebenden— Du weiſt ſchon welches— und ſie gab mir den Auftrag, Dir zu ſagen, wie ſehr es ihr gefiele. Ich wünſchte, Du wäreſt hier, Grey— kannſt Du es nicht einrichten, zu kommen? Sie iſt eine ſolche Freundin von Verſen, daß ich verſuchen möchte, Etwas zu ſchreiben— welcher Poet hatte je einen ſo ſchönen, theuren Gegenſtand für ſeine Gedichte!— aber Du müßteſt mir hülfreich zur Seite ſtehen—“
Das Ende des Briefes, wie alle ſeine Briefe aus jener Zeit, waren voll von ihr, und ich ſah mit einer Art ſchmerzlicher Wonne, wie innig ſeine Zuneigung ſie um⸗ ſchlang. Blieb ſie auch für mich verloren, ſo war ſie wenigſtens von Jemand gewonnen, der ihrer würdig war, würdiger, glücklicher, friſcher als ich,— und mit ſo viel ſchöneren Lebensausſichten!
Etwa drei oder vier Wochen nach meiner Rückkehr zur Stadt, als ich noch immer in dem Pfuhl der Muthloſig⸗ keit verſunken lag, trat Fritz eines Abends unerwartet in mein Zimmer. Die kleine Geſellſchaft in Seanook war, wie es ſchien, aufgebrochen, und das Landhaus erwartete einen andern Bewohner. Der nächſte Inhaber war viel⸗ leicht ganz unbekannt mit dem kleinen Drama, deſſen Zeuge es geweſen, und er ſah keine hiſtoriſchen Fresken an den


