Teil eines Werkes 
2. Th. (1860)
Entstehung
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den Damen in meinem Namen Lebewohl ſagen. Es würde mir leid thun, ſie mit meiner Krankheit zu beunruhigen. Nun will ich nach Hauſe gehen, Fritz, um morgen zeitig bereit zu ſein.“

„Ich konnte gar nicht begreifen“, warum Du uns dieſen Abend ſo verließeſt. Ich geſtehe, für einige Zeit vermißte ich Dich nicht, denn im Garten, wo ich—“

Ich unterbrach ihn mit einem unwillkürlichen Ausruf, den Fritz, mit der Qual, die er mir auferlegte, völlig un⸗ bekannt, dem Schmerz zuſchrieb, den mein Unwohlſeiu mir verurſache. Ich ſcheute jede Anſpielung auf die Scene des Abends, ſo wie der Leidende jede Berührung der Ner⸗ ven rings um eine Wunde ſcheut. Ich bebte vor Schmerz, wenn er von ihr ſprach. Ich fürchtete, daß ſein hinreißen⸗ des Lob, und mehr noch die Verſicherung ihrer Gegenliebe mir ein Geſtändniß meines Geheimniſſes abdringen möchte. Ich traute mir ſelbſt nicht in jener Stunde der Schwäche und des Weh's, in der ich verurtheilt wurde, mein Elend ohne den Troſt menſchlicher Theilnahme zu ertragen. Ich hatte nur Sorge, den Ort erſt verlaſſen zu können, und daß es mir gelingen möchte, wenn ich ihn verließ, mein Geheimniß mit mir zu nehmen. Ich wußte jetzt, daß meine Leidenſchaft nicht beſtimmt war, Erwiederung zu finden; ich wußte, daß meine Hoffnung vorüber ſei, und ich brauchte