Teil eines Werkes 
2. Th. (1860)
Entstehung
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Grasplatz hinab und bemerkte, als ich einen Augenblick aufſah, den einzigen Stern der Hoffnung und Liebe, an dem klaren Blaßblau eines milden Himmels zitternd, über den ſich der tiefe Purpur des Abends langſam verbreitete. Der Stern ſtand gerade vor mir, über dem Ende des Gartens, und obwohl es noch kaum vollſtändig Abend war, begannen die Umriſſe aller Dinge ſich in den köſt⸗ lichen Halblichtern der ſüßen Dämmerſtunde zu verwiſchen und zu verſchmelzen. Aber ich ſah weder Fritz noch Lily. An dem ſtillen und milden Abend, fühlte ich, würde es eine Art Entheiligung geweſen ſein, laut zu rufen, und ſo ſchritt ich, indem ich mein Inneres mit der Schönheit der Stunde beruhigte und läuterte, langſam weiter. In einiger Entfernung vom Hauſe erweiterte ſich der Garten, und an einer Seite ſprang die Mauer zurück, um einem breiteren Terrain Raum zu geben.

Ein mit Clematis und Geisblatt berankter Gitterbogen öffnete ſich vor einem freien Plätzchen, das ſich bis zu einer ländlichen Laube erſtreckte. Meine langſamen Schritte waren auf dem weichen Gras geräuſchlos, und als ich im Begriff ſtand, unter dem kleinen Bogen durchzuſchreiten, hielt ich plötzlich an wie zu Stein erſtarrt. Ich blieb wie feſtgewurzelt vor der unerwarteten Erſcheinung, der mein Auge begegnete. Da ſtanden Fritz und Lily. Auf einen