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ehe er für ein höheres tauglich iſt, ſo waren die Ausdrücke „fleiſchlich“ und„weltlich“ nicht immer auf ſeinen Lippen, um in ſchnaubendem Zorn auf irgend eine würdige An⸗ ſtrengung zur Entwickelung der Talente bezogen zu werden, die, vielgeſtaltig und mannigfach wie ſie ſind, den Sterb⸗ lichen von der Gottheit verliehen worden. Die Wahrheit hatte ihn frei gemacht.
Ziemlich bereit, Fehler zu entdecken, obenein vielleicht geneigt zu einer krankhaften Chrakterzergliederung, bin ich doch unempfindlich gegen die kleinen menſchlichen Flecken und Gebrechen, welche ein moraliſches Mikroſkop ohne Zweifel in den erhabenſten Charakteren entdecken würde. Wenn ich mit ſolchen in Berührung komme— und oft begegnet dies keinem Menſchen— ſo erfüllt mein Gemüth ein tiefer Geiſt der Ehrfurcht, der Verehrung und des Ent⸗ zückens. Ich fühle mich erhoben, das große Ganze zu über⸗ ſchauen, und die Stimmung der Seele, in der wir uns erniedrigen, unbedeutende Einzelheiten zu prüfen und gering⸗ fügige Mängel zu ergründen, iſt erweitert und veredelt. Dieſe Richtung meines Denkens, mag ſie ein Fehler ſein oder nicht, bewahrte mich immer davor, die kleinen Schwächen und Unvollkommenheiten dieſes großen, guten Prieſters zu erkennen, und deshalb muß meine Schilderung den Tadel hinnehmen, das Portrait eines Mannes zu ſein, der der


