Teil eines Werkes 
2. Th. (1860)
Entstehung
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an die Heiligleit des prieſterlichen Amtes ſelbſt und ein Be⸗ weis der hohen und ehrfurchtsvollen Achtung iſt, in welcher man die Idee eines rechten und würdigen Dieners der gött⸗ lichen Myſterien hält.

Je näher ich ihn kennen lernte, deſto mehr hörten Chau⸗ cer'sGuter Pfarrer und Goldſmith's berühmterVicar auf, mir als Weſen der dichteriſchen Einbildungskraft zu erſcheinen; ſie wurden zu lebendigen Wahrheiten, zu un⸗ zweifelhaften Möglichkeiten für mein Denken. Er beſaß manche von den Eigenſchaften Beider; aber zu aller Güte und Einfachheit des Vicars fügte er noch die Bildung des Gelehrten, die feine abgeſchliffene und gewandte Artigkeit des Edelmannes und die klare Eiuſicht eines von Natur hellen Verſtandes, deſſen Anſchauungsweiſe durch eine lange Betrachtung göttlicher und geiſtiger Dinge geläutert und geſtärkt war. Daher rührte die ſeltene Gabe, den wahren Zuſammenhang dieſer Welt mit der künftigen zu erſchauen. Er ſah die Dinge in großen Verhältniſſen und erkannte hin⸗ ter dem äußern Anſchein des Böſen den Geiſt der Weis⸗ heit und der Liebe. Da er völlig überzeugt war, daß der Weg zum wahren Glauben und zur Verehrung für Gottes himmliſches Reich nicht durch manichäiſche Verachtung und Verläſterung des irdiſchen Reiches Gottes führt, und daß ein Menſch ſich tauglich für dieſes Leben gezeigt haben muß,