Teil eines Werkes 
2. Th. (1860)
Entstehung
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ſo erwachte ich doch eines Morgens mit dem Bewußt⸗ ſein, daß mein kurzer Feiertag zu Ende ging, daß ich nur einen Tag noch mein nennen durfte und daß die kommen⸗ den Tage, wie ſo viele, viele vergangene, wieder meinen ge⸗ wöhnlichen Pflichten gewidmet werden müßten. Der Morgen ward zum Abend, zum Abend des letzten einzigen Tages, den ich in Seanook weilen durfte. Miß Weſton war un⸗ wohl, und die beiden Damen waren ſomit dieſen Morgen an der Bucht nicht ſichtbar geweſen; aber Fritz und ich, wir hatten beſchloſſen, nach Sonnenuntergang in dem Land⸗ hauſe vorzuſprechen. Jener Abend, wie erinnere ich mich ſeiner! ich ſeh' ihn noch, wie unſere Phantaſie ein Bild erblickt oder eine Landſchaft, die ſich gleichſam ſelbſt auf unſer Gedächtniß photographirt hat und die wir uns mit allen Einzelnheiten von Luft und Licht, von Ton und Himmel zurückrufen. Der Nachmittag war trübe, ſchwül und drohend geweſen. Die Luft war ſchwer und drückend, und die Fiſcher prophezeiten ein nahes Unwetter; irgend ein unerklärbarer Einfluß laſtete auf den Gemüthern und drückte die ganze Stimmung nieder. Fritz und ich, wir hatten uns Beide unruhig und verſtört gefühlt, obwohl Dergleichen weniger Wirkung auf ſeine glückliche Natur und ſtrahlende Geſund⸗ heit übte, als auf meine erſchütterten Nerven und ermüdeten Lebensgeiſter. Der drohende Sturm ging indeſſen vorüber,