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Univerſum zu eriſtiren, welches ein tägliches und ſtündliches Wunder iſt; zu einem ſo mächtigen und großartigen Syſtem
des Seins zu gehören, daß wir unſre Beziehung zu dem
göttlichen Myſterium nur dunkel begreifen.
Frauen haben in der Regel mehr Phantaſie als die Männer, die Männer mehr Vorſtellungskraft als die Frauen, Frauen werden nachdenklich, wenn die jungfräuliche Phan⸗ taſie zur Liebe erwacht, und der Schatten der Zeit zerſchmilzt über ihnen zu einem goldigen Nebel, durch welchen ſie den höchſten Zweck ihres Daſeins geradauf zum großen Licht des Himmels ſtreben ſehen. Männer werden gedankenvoll, wenn ſie den ſchrecklichen Dualismus einer Natur erkennen, welche die weithin zerſtreuten Strahlen beider, des Geiſtes und des Herzens, in den einen Lichtſtrahl concentriren ſoll, auf welchem die Seele zu Gott emporſteigt. Ihre Finſterniß iſt tiefer, weil ihr Kampf heftiger iſt. Sie müſſen ebenſo⸗ wohl Macht ergreifen als Schönheit zurückſtrahlen. Es ſind ihnen mehr Talente zur Verwaltung übergeben worden und Antäusgleich müſſen ſie immer Kraft aus der Berührung mit der Erde gewinnen, während die Frauen ſich nicht tiefer auf dieſelbe herniederzulaſſen brauchen, als bis zu ihren Blumen. Die Organiſation der Frau iſt zarter, beim Manne iſt ſie zugleich kräftiger und complicirter. Die Frau
hat nur ein einziges Schifflein zu regieren, während der Die drei Pfade. I. 11


