Teil eines Werkes 
1. Th. (1860)
Entstehung
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oft an ihn, halb vielleicht mit Neid und halb mit Furcht, daß er unſere frühere Freundſchaft unter neuen Gefährten vergeſſen möchte. In meinem Stolz war ich bitter und ungerecht. Ich begriff den Unterſchied zwiſchen ſeiner glück⸗ lichen Stellung und meinen niederen Verhältniſſen und beſchloß, ſo ſehr ich mich auch nach ihm ſehnte, daß es auf ihn ankommen ſollte, unſern vertrauten Verkehr wieder G zu erneuen. Er erneute ihn, und dieſe Thatſache machte ihn mir bei meiner wachſenden jugendlichen Miſanthropie und Melancholie ſehr theuer. Er ſchien den Abgrund nie gewahr zu werden, der zwiſchen unſern ſocialen Stellungen lag, zwiſchen meiner Armuth und ſeinem Reichthum. Selbſt als Jüngling war ſeine Natur zu männlich und zu geſund, um das geringſte Gewicht auf zufällige Un⸗ gleichheiten oder Unterſchiede zu legen. Meine Zurückhal⸗ tung ſchmolz bei ſeiner völligen Unkenntniß ſeiner welt⸗ lichen Ueberlegenheit, denn er äußerte nie auch nur die leiſeſte Spur einer„zarten Rückſicht“ für meine verhält⸗ nißmäßige Armuth. Zu bedauern pflegte er mich allerdings und zwar aufrichtig; aber nur weil ich Tag für Tag, Monat für Monat, und Jahr für Jahr in meinem finſtern traurigen, hoffnungsloſen Comtoir eingeſchloſſen war, wo die blutloſen metallenen Herzſchläge der laut tickenden Uhr die ſchleichenden Stunden in ſcharfgeſonderte, langſam ge⸗