Satyre rechtfertigen. Aber wagſt Du es, Spötter, Frev⸗ ler, der Du biſt, an den höchſten und heiligſten Dingen, wagſt Du, frage ich Dich, die Sprache Shakspeare's zu reden und den Glauben und die Moral Miltons zu be⸗ kennen, und doch eine Schilderung der Gemeinheit und Niedrigkeit in ein Pasquill gegen das Gute und Würdige zu erweitern? Wagſt Du, die Thatſache auszupoſaunen, daß Du alle Frauen in dem Licht Deines eigenen gelb⸗ ſüchtigen Blickes ſiehſt? O armſeliges Bekenntniß! elender Glaube! O, ein einziges wahrhaft gutes Weib überwiegt Hekatomben der Geſchöpfe, die Dich dieſes herrliche Ge⸗ ſchlecht mißachten lehrten! Denke, denke für einen Augen⸗ blick daran, in ernſter Verehrung und feierlicher Schen, was es um ein wirklich gutes und edles Weib iſt. Welche Reinheit und Unſchuld, welche Zartheit, welcher Glaube, welche Milde, Beſcheidenheit und Liebe! Ihre Natur weicht vor dem Böſen und Schimpflichen zurück, ſo wie jene ve⸗ netianiſchen Gläſer bei der Berührung von Giften zer⸗ ſplitterten und zerbrachen. Ein ſo ſeltſames Gemiſch von Geiſt und Materie wir Sterbliche im Allgemeinen ſind, ſo ſcheint in ihr der Geiſt doch zu überwiegen und die Gottheit unmittelbar und ohne Brechung zurückzuſtrahlen. Der alte Kampf zwiſchen Fleiſch und Geiſt, der ſelbſt St. Paulus quälte, und der Tennyſon antrieb, vom Manne zu ſagen:
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