Teil eines Werkes 
1. Th. (1860)
Entstehung
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dann zertrümmert hatte, rächte er an dem ganzen weiblichen Geſchlechte ſeinen eigenen Mangel an Urtheil, und wurde in Kurzem ein förmlicher Miſogyn oder Wei⸗ berhaſſer.

Fritz pflegte mich einen alten Cyniker zu nennen, aber er machte nun ſelbſt leidliche Fortſchritte in der cy⸗ niſchen Philoſophie. Es ſchlang ſich ſogar ein Faden von Miſanthropie durch das Gewebe ſeiner Gedanken und durch die Farben ſeiner Einbildungskraft, und wie alle Renegaten war er bitter in den Anſchuldigungen ſeines alten Glaubens. Er erfuhr, mit einem Wort, das herbe Weh jener Erſchütterung, welchem eine hochherzige und edel träumeriſche Jugend gewöhnlich ausgeſetzt iſt, wenn ihre erſten Ideale in rohe Berührung und Colliſion mit der ſchlechten Wirklichkeit gerathen. Er erklärte ſich ſelbſt für disillusionné; er ſchwor, daß er nieſeinen Mittag der Mannheit um eines Myrthenſchattens willen vergeuden werde, daß er nie mehr ſo thöricht ſein werde,wie ein Ofen zu ſeufzen und Sonnette an einer Dame Augen⸗ brauen zu kritzeln. Für einen Mann, deſſen Augen einfach der Wahrheit offen ſtanden und deſſen Gemüth nur unter einem Irrthum litt, war er vielleicht etwas unphiloſophiſch warm und zornig. Er liebte von Natur Antitheſen und Paradoxen und hatte ein beſonderes Talent für eine glän⸗