Teil eines Werkes 
1. Th. (1860)
Entstehung
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Lehrjahren, und jagte noch der Fata morgana falſchen Vergnügens nach, um zu erfahren, daß das, was von fern als friſches und ſchönes Waſſer erſchien, in der Nähe nur heißer, trockener Sand war. Doch wir müſſen in dieſem unſerem Leben den Irrthum von uns ſtoßen, um zur Wahrheit zu gelangen; wir müſſen uns lange umhertreiben auf der hohen See, ehe wir den Hafen werthſchätzen; wir müſſen Verdruß ertragen, ehe wir die Freude koſten; wir müſſen die Arbeit kennen lernen, ehe wir zum Genuß ge⸗ langen; wir müſſen nach der ſtrengen Bedingung dieſes geheimnißvollen Daſeins vom Leben zum Tode und durch den Tod wieder zum Leben eingehen. Fritz bedurfte einer großen Freude oder eines großen Schmerzes, um ſeinen wankelmüthigen Glauben zu befeſtigen und ſeinem ſchwanken Leben eine würdige Geſtaltung zu verleihen. Seine Natur war, meinte ich, rein genug, um von der Freude eine rechte Lehre zu empfangen; ich durfte ſie für ſo geſund halten, daß ſie aus dem Kummer Erhebung, nicht Er⸗ bitterung ſchöpfen würde. Und ſo betrachtete und bewachte ich des jungen Freundes angehende Mannheit mit der herz⸗ lichſten Aufmerkſamkeit und Sympathie.

Wir waren innige Freunde. Wir pflegten ein gemeinſchaft⸗ liches Doppelruderboot bei Searle zu miethen, wir machten zu⸗ ſammen Ausflüge und beſuchten gemeinſchaftlich das Theater. 1