Teil eines Werkes 
1. Th. (1848)
Entstehung
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Hauptmann Hinöfos, der die Linientruppen befehligte, der ange⸗ ſehenſte war. Eine merkwürdige, aber durchaus beglaubigte Anekdote, die dieſen Mann betrifft, mag hier eine paſſende Stelle finden. Als er einſt zu einem Kriegszuge aufbrechen wollte, be⸗ fahl er ſeinem Sergeanten, eine Pulverflaſche aus einer unange⸗ bohrten kleinen Tonne zu füllen, die fünfundzwanzig Pfund hielt. Der Sergeant bohrte mit einem Zwickbohrer ein Loch, als aber das Pulver zu langſam herauskam, ſuchte er ein paſſendes Werk⸗ zeug, um die Oeffnung zu vergrößern. Seine Blicke fielen auf ein Schüreiſen, das neben dem Herde lag. Das Eiſen glühend machen und in das Loch der Tonne ſtecken, war das Werk einer Minute, als augenblicklich die Tonne ſich entzündete und der obere Theil des Gebäudes in die Luft geſprengt wurde. So wunderbar die Rettung erſcheinen mag, der Sergeant ſowohl als der Hauptmann, der Zeuge des ganzen Vorgangs war, kamen mit dem Schrecken davon, wiewohl beide ſchwer verletzt wurden. Der ſinnreiche Sergeant wurde Staatsſecretär unter dem Gou⸗ verneur Gonzalez und iſt ſeitdem immer im Staatsdienſte ange⸗ ſtellt geweſen, ſpäter aber Hauptmann geworden. Die Apaches ſind der zahlreichſte und mächtigſte der wilden Stämme, die im Inneren des nördlichen Mejico wohnen, aber der unſteteſte von allen. Man ſchätzt ſie zu 15,000 Seelen, welche aber in mehre kleine Rotten zerfallen, auf einem unermeßlichen Gebiete zerſtreut. Diejenigen, die oſtwärts vom Rio del Norte wohnen, werden gewöhnlich Mezealeros genannt, nach einem bei ihnen ſehr beliebten Nahrungsmittel, das Mezeal) heißt; aber der weit zahlreichere Theil des Stammes wohnt in den weſtlichen Gegenden und iſt unter dem Spottnamen Coyoteros bekannt, angeblich weil dieſe Indianer den Coyote oder Prai⸗ rieenwolf eſſen. Die Apaches lieben das Wanderleben mehr als irgend ein anderer Stamm in Mejico. Sie bauen nie Häuſer,

*) Die gebackene Wurzel der Maguey und einer anderen ähnlichen Pflanze.