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Das bunte Anſehen unſerer Geſellſchaft, die aus Leuten von allen Ständen und Graden zuſammengeſetzt und ſelbſt mit einigen vom zarteren Geſchlechte untermiſcht war, hätte dem Pinſel eines Malers einen vortrefflichen Stoff bieten können. Daß Frauen unter ſo ſchlechten Vorbedeutungen eine Reiſe durch die Prairieen wagen konnten, mag allerdings etwas ſonderbar ſcheinen, iſt aber eben kein ungewöhnliches Ereigniß, und ſchon viele andere haben zu verſchiedenen Zeiten daſſelbe gewagt. Unſere Gefährtinnen gehörten einer ſpaniſchen Familie an, die, durch einen Rechtsſpruch des mejicaniſchen Kongreſſes im Jahre 1829 verbannt, jetzt nach Aufhebung jenes Urtheils in ihre Heimat zurückkehrte.
Man kann ſich von dem ſeltſamen Gemiſch der Karawane nur einen unvollkommenen Begriff machen, wenn man nicht we⸗ nigſtens ein flüchtiges Bild von den Trachten der verſchiednen Mitglieder vor ſich hat. Der ſtädtiſche Kaufmann in ſeinem Barchentrock mit hinlänglichen Taſchen für verſchiedene Neben⸗ bedürfniſſe, ſpielt den Stutzer in den Prairieen. Dann kommt der Hinterwäldler in ſeinem wollenen oder ledernen Jagdhemd— der Landwirth in ſeinem blauen Zeuchrocke— der Fuhrmann in ſeiner Flanellärmelweſte und noch mancher Andere im verſchieden⸗ artigſten Anzuge.
Ein eben ſo anziehendes Gemiſch bilden die Feuerwaffen. Der Gränzjäger hängt treu und veſt an ſeiner„Rifle“, als könnte ihn nichts verleiten, jenes Ding zu tragen, das er verächtlich eine„Streubüchſe“ nennt, und der Weidmann aus dem Inneren ſtreicht wieder mit gleicher Ueberzeugung ſeine doppelläufige Vo⸗ gelflinte heraus. Die letztere iſt für eine ſolche Reiſe unbedingt die zweckmäßigſte Feuerwaffe. Eine Ladung Rehpoſten bei nächt⸗ lichen Angriffen, die am gewöhnlichſten vorkommen, wird ſicher⸗ lich wirkſamer ſein, als eine einzelne Flintenkugel, die aufs Ge⸗ rathewohl hinausgefeuert wird. Eine große Anzahl hatte ſich außerdem noch mit allen Arten von Piſtolen und Meſſern reich⸗ lich ausgerüſtet, ſo daß die Geſellſchaft einer Räuberbande ziem⸗ lich ähnlich ſah.


