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und die eigentliche Reiſe erſt beginnen; wir ſahen daher Alle mit großer Ungeduld dieſem Orte entgegen. Die Reiſe dahin wurde von keinem bemerkenswerthen Ereigniſſe unterbrochen. Nach⸗ dem die Wagen uns vorausgegangen waren, erreichten wir in einem leichten Fuhrwerk am erſten Tage den fünf und dreißig Meilen entfernten Round Grove(Rund⸗Hain), wo wir zu der aus dreißig Wagen beſtehenden Nachhut der Karawane ſtießen.
Am folgenden Tage bekamen wir einen Vorſchmack von jenem anhaltenden nebelartigen Regen, der um dieſe Jahreszeit die Gränzprairieen ſo unangenehm macht. Er begann gegen Abend und ſpritzte ohne Unterbrechung acht und vierzig Stunden lang auf uns hernieder, und da er von einem ziemlich heftigen Nord⸗ weſtwind begleitet und unſer Lager in einer offnen Prairie auf⸗ geſchlagen war, wo in einem Umkreis von einer Meile kein Stück⸗ chen nutzbares Holz ſich ſinden ließ, ſo wird man zugeben, daß ein Vorſpiel dieſer Art für Siechlinge nicht eben viel Neizendes haben konnte. Ich für meinen Theil wickelte mich ſorgfältig in eine Decke, als ich bemerkte, daß das Dach des Fuhrwerks, worin ich einen Platz hatte, kein vollkommen waſſerdichtes war, legte mich auf ein Lager von Kiſten und Ballen unter dem Schutze eines Frachtwagens und entging ſo einer ſehr ernſtlichen Durch⸗ näſſung.
Die ausgeſpannten Thiere flüchteten ſich in das vom Lager ziemlich weit entlegene Gehölz und da Niemand Luſt hatte, wäh⸗ rend des Regens ſie aufzuſuchen, wurden natürlich nicht wenige vermißt, als man endlich ausging, um ſie einzutreiben. Das iſt jedoch kein ungewöhnliches Ereigniß. Bei den erſten hundert Meilen haben die Reiſenden durch das Herumirren oder Davon⸗ laufen des Viehes in der Regel mehr zu dulden als ſpäter, weil ſie, vor den wilden Indianern ſicher, die ſelten innerhalb zweihundert Meilen von der Gränze ſich blicken laſſen, faſt gar keine Aufſicht führen, obgleich dieß grade die Zeit iſt, wo die Thiere am meiſten der Bewachung bedürfen; denn erſt nach einer
KReeiſe von einigen Wochen fühlen ſie ſich an die Karawane ge⸗ Gregg, Karawanenzüge I. 2


