Teil eines Werkes 
1. Th. (1848)
Entstehung
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ſie verlieren gewöhnlich an Kraft, ſobald das Gras der Prairieen trockner und kürzer wird, und gelangen oft in einem ſo kläglichen Zuſtande an den Ort ihrer Beſtimmung, daß man in Santa Fe nicht ſelten das Paar für zehn Dollars verkauft, obgleich ſie un⸗ ter günſtigeren Verhältniſſen zuweilen noch ſtark genug bleiben, um im Herbſt deſſelben Jahres nach den Vereinigten Staaten zurückzugehen. Mag daher der Einkaufspreis für ein Geſpann Maulthiere immer koſtſpieliger ſein, ſo iſt doch auch, abgeſehen von dem Vorzuge eines ſchnelleren und bequemeren Reiſens, der Verluſt nach ihrer Benutzung ein verhältnißmäßig unbedeutender. Die geringere Ausdauer der Ochſen hat ihren Grund in der Zartheit ihrer Füße; denn von den vielen tauſend Menſchen, die in den Prairieen gereiſt ſind, haben es nur wenige verſtanden, ſie paſſend zu beſchlagen. Viele haben zu dem ſeltſamen Hilfsmittel

gegriffen, ihre Thiere mit Moccaſins von roher Büffelhaut zu

beſchuhen, die allerdings bei trockenem Wetter treffliche Dienſte leiſten, bei naſſem aber ſehr bald durchgelaufen ſind. Selbſt die Maulthiere legen größtentheils unbeſchlagen die ganze Reiſe zu⸗ rück, wenn ſonſt nicht die Hufe zu weich werden, was alle ihre Bewegungen auf dem raſigen Boden ſo beſchwerlich macht, als gingen ſie auf Eis.

Sind endlich alle Vorräthe herbeigeſchafft, alle Vorbereitungen ſyſtematiſch durchgeführt, ſo beginnt der Kaufmann die ſchwere Aufgabe, ſeine Wagen zu beladen, und wer das Geſchäft verſteht, wendet alle mögliche Vorſicht an, die Güter ſo zu packen, daß kein Rütteln auf dem Wege ſie aus ihrer Ordnung bringen kann; ja die Geſchicklichkeit geht hierin oft ſo weit, daß man nach einer mühſamen Reiſe von achthundert Meilen die Waaren weit we⸗ niger beſchädigt gefunden hat, als wenn ſie auf einer Kunſtſtraße wären fortgeſchafft worden, oder die gewöhnliche Behandlung der Güter auf den weſtlichen Dampfſchiffen erduldet hätten.

Das nächſte ſchwierige Geſchäft der Kaufleute beſteht darin, die Thiere abzurichten, die vorher noch nie eine leitende Hand gefühlt haben eine Aufgabe, die häufig mit ungeheuerer Mühe