14
genügend, und dann iſt der Kranke gewöhnlich im Stande, die Koſt des Jägers und des Fuhrmanns zu theilen. Obgleich ich im Wagen aufbrach, ſo ſattelte ich doch ſchon am Ende der erſten Woche mein Pferdchen, und als wir das Büffelgebiet erreichten, war ich nicht nur ſo eifrig und ausdauernd in der Jagd wie der kräftigſte meiner Gefährten, ſondern fand auch mein Stück Büffelfleiſch wohlſchmeckender als all die Leckerbiſſen, die je den ekelſten Appetit gereizt haben. Der Mundvorrath jedes Einzelnen wird gewöhnlich für die ganze Reiſe auf funfzig Pfund Mehl, noch einmal ſo viel Speck, zehn Pfund Kaffee, zwanzig Pfund Zucker und etwas Salz berechnet. Bohnen, Zwieback und Klei⸗ nigkeiten der Art ſind annehmliche Zugaben, werden aber für ent⸗ behrliche Ueppigkeiten gehalten. Was das friſche Fleiſch anbe⸗ langt, ſo verläßt man ſich auf den Büffel, und groß iſt die Freude, wenn zum erſten Male dieſes edle Thier ſich zeigt.
Die Wagen, die jetzt am meiſten in den Prairieen gebraucht werden, liefert Pittsburg, und ſie ſind gewöhnlich mit acht Maul⸗ thieren oder eben ſo vielen Ochſen beſpannt. In ſpäteren Jah⸗ ren jedoch habe ich noch weit größere Fuhrwerke geſehen, die von zehn bis zwölf Maulthieren gezogen wurden und eine Ladung von, faſt fünftauſend Pfund enthielten. In früherer Zeit war das Pferd gebräuchlicher, da Maulthiere noch nicht in ſo großer An⸗ zahl ſich finden ließen; ſeitdem aber die Mittel zur Herbeiſchaff⸗ ung dieſer Thiere ſich vermehrt haben, iſt das Pferd nach und nach verabſchiedet worden und wird in den Prairieen nur noch zum Reiten oder zur Jagd benutzt.
Major Riley machte bei dem Geleit, das der Karawane von 1829 gewährt wurde, den erſten Verſuch, ſeine Gepäckwagen mit Ochſen zu beſpannen, und man ſah ſtaunend, daß ſie faſt dieſel⸗ ben Dienſte leiſteten wie die Maulthiere. Seit dieſer Zeit ſind bei dieſen Karawanen im Durchſchnitt die Hälfte der Wagen von Ochſen gezogen worden. Sie haben unbedingt viele Vorzüge, ſchon weil ſie größere Laſten ziehen als eine gleiche Anzahl Maul⸗ thiere, beſonders durch ſchlammige oder ſandige Gegenden; aber“


