Teil eines Werkes 
1. Th. (1848)
Entstehung
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vor Augen, zerſtreuten ſie ſich nach allen Richtungen, um das Element zu ſuchen, das ſie in ſolchem Ueberfluß hinter ſich ge⸗ laſſen hatten aber vergebens.

Häufig irre geleitet durch den täuſchenden Glanz der Luft⸗ ſpiegelung oder der falſchen Teiche, wie jene trügeriſchen Oaſen der Wüſte genannt werden, und ohne zu ahnen, daß ſie den Ufern des Cimarron bereits nahe waren, beſchloſſen ſte, den Rück⸗ weg nach dem Arkanſas anzutreten. Aber ſie waren dieſer Auf⸗ gabe nicht mehr gewachſen und würden in den dürren Wüſten unfehlbar ihren Tod gefunden haben, hätte man nicht in dem Augenblick, wo die letzten Strahlen der Hoffnung verſchwanden, einen Büffel erblickt, der mit einem vom Waſſer aufgeſchwolle⸗ nen Magen ſo eben von dem Ufer des Fluſſes kam. Er wurde augenblicklich getödtet und aus ſeinem Leibe ein ſtärkender Trank gezapft. Einer von dieſer Karawane hat mir ſpäter verſichert, es ſei nie etwas über ſeine Lippen gekommen, das ihm ſo köſt⸗ lich gemundet habe als der erſte Schluck dieſes ſchmuzigen Ge⸗ tränks.

Dieſe Hilfe der Vorſehung ſetzte die kräftigſten Männer der Geſellſchaft in den Stand, den Fluß zu erreichen, wo ſie ihre Feldflaſchen füllten und dann zu ihren Gefährten zurückeilten, deren bereits viele matt, und jeder Anſtrengung unfähig, ausge⸗

ſtreckt auf dem Boden lagen. Nach und nach jedoch hatten ſich

Alle wieder ſo weit gekräftigt, daß ſie die Reiſe fortſetzen konn⸗ ten, und mehre Tage lang am Ufer des Fluſſes wandernd, er⸗ reichten ſte endlich ohne weitere Beſchwerden Taos, ungefähr ſechzig bis ſiebzig Meilen nördlich von Santa Fe. Obgleich ſeitdem noch manche Reiſende in derſelben Wüſte gedürſtet ha⸗ ben, ſo ſind doch, nachdem man mit der Topographie des Lan⸗ des genauer bekannt geworden iſt, dergleichen entſetzliche Unfälle immer ſeltener geworden. 1

Von dieſer Zeit her dem Jahre 1822 ſchreibt ſich der wirkliche Anfang des Santa Fe⸗Handels. Die nächſte merk⸗ würdige Aera in ſeiner Geſchichte iſt der erſte Verſuch, bei die⸗