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bis drei Dollars zu erkaufen war. Becknell kehrte im folgen⸗ den Winter allein nach den Vereinigten Staaten zurück, wäh⸗ rend ſeine Gefährten in Santa Fe blieben, und ſein Bericht war ſo lockend, daß ſchon zu Anfang Mai ein Oberſt Cooper, aus derſelben Gegend, mit ſeinen Söhnen und ungefähr funfzehn an⸗ deren Perſonen und mehren Saumroſſen, die einen Waaren⸗ vorrath von vier⸗ bis fünf tauſend Thaler Werth trugen, ſich auf den Weg machte. Sie nahmen ihre Richtung uͤnmittelbar nach Taos, das ſie ohne einen bemerkenswerthen Vorfall erreichten.
Das nächſte Unternehmen des Kapitäns Becknell war weni⸗ ger glücklich. Er brach ungefähr einen Monat nach dem Ober⸗ ſten Cooper mit faſt dreißig Gefährten und einem Waarenvor⸗ rathe von vielleicht fünftauſend Thaler Werth aus Miſſouri auf, und da er ein ausgezeichneter Weidmann war und den Weg durch das Land am oberen Arkanſas vermeiden wollte, beſchloß er dießmal, nachdem er den Punkt erreicht hatte, der ſeitdem unter dem Namen„Caches“ bekannt iſt, ſeine Richtung unmit⸗ telbar nach Santa Fe zu nehmen ohne zu ahnen, welche furcht⸗ baren Prüfungen in der pfadloſen Wüſte ihn erwarteten. Mit keinem anderen Führer als dem geſtirnten Himmel und vielleicht einem Taſchencompaß wanderte die kleine Karawane in die ſandi⸗ gen Ebenen, die vor ihr nach dem Fluſſe ‚Cimarron bis ins Unendliche ſich ausdehnten.
Die Abenteurer zogen weiter und ſahen ſich bald einzig und allein auf den geringen Vorrath von Waſſer angewieſen, den ſie in ihren Feldflaſchen bei ſich führten. Nach zwei Tagereiſen war dieſe Quelle gänzlich erſchöpft, Menſchen und Thiere wur⸗ den faſt wahnſinnig vor Leiden, und am Ende mußte man zu der grauſamen Nothwendigkeit greifen, die Hunde zu tödten und den Maulthieren die Ohren abzuſchneiden, in der eitlen Hoffnung, mit dem heißen Blute den brennenden Durſt zu ſtil⸗ len. Doch dieß diente nur dazu, die verdorrten Gaumen noch mehr zu entzünden und die Sinne der Leidenden in Aufruhr zu bringen; raſend vor Verzweiflung und einen entſetzlichen Tod


