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Vor Kurzem iſt erſchienen: 1 James Fenimore Cooper, Conanchet und die Puritaner in Connecticut.
Aus dem Engliſchen üuͤberſetzt von Dr. Gottfr. Friedenberg. 3 Baͤnde. 8. geheftet 3 ½ Rthlr.
„Der engliſche Titel: The Wept of Wish-Ton-Wish (die Betrauerte auf W. T. W.) bezieht ſich auf die ruͤh⸗ rende Schlußſcene des tragiſchen Romans. Der Verfaſſer will dieſe Worte als Inſchrift auf dem Grabſtein einer der handelnden Perſonen vorgefunden haben. Man muß folglich das Original bis zu Ende leſen, um Aufſchluß uͤber das Titelblatt zu erhalten. Der Ueberſetzer macht es ſei⸗ nem Publikum leichter und bequemer. Um den Inhalt des Werks anzuzeigen, giebt er ihn deutlich und erklaͤrend an. So wie in Conanchet der Indianiſche Krieger, die In⸗
dianiſche Großmuth, die Indianiſche Wildheit geſchildert
wird, ſo wird in den Puritanern ein Bild des religioͤ⸗ ſen, ſittlichen und haͤuslichen Lebens dieſer Secte zur Zeit Carls II. von England aufgeſtellt. Verbunden werden beide an ſich ſo heterogene und contraſtirende Beſtandtheile dadurch, daß der Verfaſſer eine Puritaner⸗Grenzler⸗Fa⸗ milie mit den Indianern abwechſelnd bald hiſtoriſch in friedlichen und feindlichen Verhaͤltniſſen zuſammentreffen laͤßt, bald romantiſch in naͤhere Beruͤhrung bringt, und beſondere Umſtaͤnde dichtet, wodurch Individuen der entge⸗ gengeſetzten Geſchlechter— ohne die Geſetze der Wahr⸗ ſcheinlichkeit zu verletzen— in eines zuſammenfließen, ſo daß ein Puritaniſches Kind zum Weibe eines Indianers, ein Indianiſcher Juͤngling Puritaniſchen Gefuͤhlen naͤherge⸗ bracht wird. Dieſe intereſſante Miſchung ſcheint die Haupt⸗ abſicht des Verfaſſers geweſen zu ſeyn. Man ſollte es aus der Art, wie er ſie herbeifuͤhrt, ſo wie aus dem Er⸗ folg, das ſein Beſtreben belohnt hat, ſchließen. Wie ſtark, treu und ſchoͤn ſchildert er aber auch zugleich auf der an⸗ dern Seite den Contraſt zwiſchen dem kraͤftigen Chaxakter der Indianer in Rede und Handlung und der Ru und ſtillen Hingebung des Puritaners, dadren menſchlichen
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