Teil eines Werkes 
1. Th. (1830)
Entstehung
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Taura Pemenita. 25

einzigen Glasſcheibe, damit es doch nicht voͤllig fin⸗ ſter darin ſey. Nicht lange nachher, als meine Mut— ter mich verlaſſen hatte, trat ein fremder Mann ein, und da er Niemand erblickte, ſo ſchritt er, ehe ich Zeit hatte mich zu fuͤrchten, vorwaͤrts, und legte ein nicht eben großes, aber, wie es mir ſchien, ſehr ſchwe⸗ res Packet auf einen Stuhl. Darauf ging er wie⸗ der fort; und als ich das Packet beruͤhrte, fand ich, daß es voll Geldſtuͤcke war. Nachdem, was mir meine Mutter geſagt hatte, konnte ich nicht anders glauben, als daß es ein Geſchenk des jungen Fremden waͤre.

Mich freute ſeine Freigebigkeit, und ich erſtaunte uͤber ſein Vermoͤgen, aber noch mehr, daß er ſo viel fuͤr mich ausgab. Sollte ich denn bei ihm in Dienſte treten? Ich verſtand ja nichts als ſeine Ziegen zu huͤ⸗ ten, und da gab's doch gewiß auch in ſeinem Lande Leute genug, die das haͤtten thun koͤnnen.

Meine Mutter kam nun mit einer Frauensperſon zuruͤck, die zwei große Pappkaſten trug. Sie waren voll verſchiedener Kleidungsſtuͤcke. Die Frau war eine Putzmacherin aus Mont⸗Real. Bald war ich nun in einem Reiſeanzuge. Mein dunkelbraunes Haar ward ſorgfaͤltig gekaͤmmt und geordnet. Ich zog Schuhe und Struͤmpfe an, die ich ſehr unbequem fand. Kurz, ich war von Kopf bis zu Fuß ver⸗ wandelt, und muß geſtehen, daß meine Thraͤnen we⸗ niger heftig floſſen.

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