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Taura Pemegta. 13
zeihung erflehn. O, meine geliebten Kinder! dies iſt die Abendſtunde, wo wir ſonſt immer bei einander waren! Vielleicht ruft Ihr eben jetzt meinen Na⸗ men— ſchrecklicher Gedanke!— O vergeßt, ver⸗ geßt Eure Mutter nie!
Laßt mich dieſe Thraͤnen trocknen. Ich moͤchte gern noch etwas Gutes vollbringen, moͤchte gern, daß mein Schickſal zur Warnung wuͤrde fuͤr die Gefaͤhr⸗ ten meiner Kindheit, moͤchte gern, daß der Ueberreſt meines traurigen Lebens ein Beiſpiel ſey fuͤr jene jungen, harmloſen Maͤdchen, die dort noch im Thale ſcherzen, wie ich es ehemals that— ach! weh' mir!
Dies iſt mein erſter Verſuch, etwas im Zuſam⸗ menhange niederzuſchreiben. Meine Briefe, wie ich ſie ſonſt abſandte, machten keine Anſpruͤche darauf. Sie waren bloß fuͤr ein einziges Weſen beſtimmt, das keinen Mangel irgend einer Art in ſeiner nur zu fehlervollen Laura finden konnte! Was ich jetzt verſuchen will, geſchieht bloß auf ſeinen Wunſch. Er wird auch den Unvollkommenheiten verzeihen.
Ich war an der Kuͤſte Siziliens, am Fuße des Monte⸗Santo geboren, nicht weit von Palermo. Mein Vater war ein armer Fiſcher, und ſtarb, ehe“ ich ihn kannte. Er hinterließ meiner Mutter ſeine Huͤtte, ſeine Netze und ſein Boot. Mein Bruder war einige Jahre aͤlter als ich. Er war der Liebling meiner Mutter; da er aber gutherzig und mir zuge⸗


