Einleitung.
An der Nordkuͤſte Siziliens, nicht weit von der Stadt Mont⸗Real im Val di Mazara, giebt es eine kleine Bucht, wo die Fiſcherboͤte der Inſel Schutz vor den Stuͤrmen finden, welche oft an dieſer Kuͤſte wuͤthen, wo aber groͤßere Schiffe vergebens einen Ankerplatz ſuchen duͤrften. Aus der Mitte eines Waldes hervor, der ſich vom Fuße des Monte⸗Santo bis in die See erſtreckt, erhebt ſich der Thurm eines Kloſters, das den weißen barmherzigen Bruͤdern an⸗ gehoͤrt. Palermo liegt ihm weſtwaͤrts; ob es aber gleich volle vier Stunden davon entfernt iſt, kann man doch dort den ernſten Ton der Kloſterglocken in der ſtillen Nacht durch die reine Atmoſphaͤre noch deut⸗ lich hoͤren. Oeſtlich von jener Bucht ragt eine wilde Maſſe von Felſen hoch empor, deren Gipfel ein Cy⸗ preſſenhain kroͤnt. Wenige Spuren von thieriſchem
Leben findet man dort, die Seemoͤwe, die jene Felſen 1*


