Teil eines Werkes 
3. Bd. (1832)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

4

313

Hand, waͤhrend er in der andern noch immer mit dem hartnaͤckigen Griffe rieſennerviger Verzweiflung einen Theil des Zweiges hielt, der ihn ſo lange uͤber dem Waſſer erhalten hatte. Eine ſich zuruͤckwen⸗ dende Stroͤmung begüͤnſtigte Vrank's Ruͤckkehr. Er trieb ſein Pferd mit Hand und Sporn an. Der Inſtinkt des Thiers veranlaßte es zur hoͤchſten An⸗ ſtrengung. Auch Philipp blieb mit ſeinen Bemuͤ⸗ hungen nicht zurück die Eile zu verſtaͤrken, mit der es ſchwamm, und wenige Minuten brachten das⸗ ſelbe und ſeine doppelte mataliche Labund zach der ſicheren Stelle.

Hier ſaß Jacqueline auf ihrem zrreenden Zel ter, vor Naͤſſe und Kaͤlte wie betaͤubt, blaß, froͤ⸗ ſtelnd und von Furcht ergriffen aber doch heiße Dankſagungen gen Himmel ſendend fuͤr die Erhal⸗ tung des Helden, dem ſie mit Herz und Gerle er⸗ geben war.

Philipp ſchwang ſich ſogleich von dem Pferde, ſank auf ſeine Kniee und ſiel auf ſein Angeſicht, in der tiefen Aufrichtigkeit frommen Dankes gegen Gott. Zunaͤchſt dachte er an den Mann, welcher ihn gerettet hatte; und ſeine abwechſelnden inneren Bewegungen von Bewunderung, Reue und Dank⸗ barkeit, machten ihn eine Weile ſtumm.