Teil eines Werkes 
3. Bd. (1832)
Entstehung
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ſich noch im rechten Augenblick zu ihnen geſellten, und Alle blickten mit Grauen auf die erhabene Verwuͤſtung, der ſie ſo wunderbar entgangen waren.

Wie ſie ſtaunten, und die durch Tod unter ſcheußlichen Geſtalten ſchrecklich bevoͤlkerten Wellen beobachteten, traf ihr Auge ein lebendes Weſen, welches krampfhaft den Zweig einer alten Eiche umklammerte, der einzige Baum, der dem Stoße widerſtanden hatte. Und ſelbſt dieſer war gebeugt, und neigte ſich in's Waſſer hinab, und drohte jeden Augenblick ganz umzuſtuͤrzen, wie ſeine Bruͤder im Walde. In dem durchnaͤßten und Todesangſt lei⸗ denden Manne, welcher ſo mit dem Schickſal rang, und mit Wellen kaͤmpfte, die uͤber ihn ſchlugen und ihn zu erſticken drohten, erkannte das Haͤuflein der von der Vorſehung Auserwaͤhlten die Perſon des maͤchtigen Herzogs von Burgund.

Vrank van Borſelen fuͤhlte jetzt keine Regung

als die großmuͤthiger Menſchlichkeit. Zugefuͤgtes

oder beabſichtigtes Unrecht waren aus ſeinem Ge⸗ daͤchtniß vertilgt, waͤhrend die lange Reihe fuͤrſtli⸗

cher Huldbezeugungen und kuͤrzlich von Philipp er⸗

haltener Ehren maͤchtig in ſeiner Seele aufſtieg, noch hervordraͤngender und fuͤhlbarer durch das warm emporquellende Mitleid, welches jetzt ſeine Bruſt zu uͤberfließen ſchien.