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der ſprechendſten Soldatengeſtalten darin aufgeſtellt, daß man ſich nicht im mindeſten dadurch aufgehalten fuͤhlt. Wir kennen wenig Novellen, worin dieſer achte Soldaten⸗ bumor ſo wahr aufgefaßt waͤre als hier.— Der Schwank: die Erſcheinung von Anklam, iſt unbedeutend.— Die ehrlichen Leute beginnen den zweiten Band. Sie erregten beim erſten Erſcheinen vieles Intereſſe und wer⸗ den es durch ihre Eigenthuͤmlichkeit und heitere Ironie ſtets erhalten.— Von dem Schleichhaͤndler ſagt der Verf. ſelbſt, daß er auch in ſeiner veraͤnderten Geſtalt mehr der Unterhaltung als der Kritik angehoͤre, und die erſtere wird ihn mit Vergnuͤgen vindiziren.— Der Braune wird den Leſern unter dem fruͤheren Namen Collabo⸗ rator Liborius noch wohl bekannt ſeyn. Er ſelbſt ſagt, daß er darin polemiſch gegen die Richtung, welche die Hofmann ſchen Geiſtergeſchichten der Literatur zu ge⸗ ben drohten, aufgetreten ſey. Kaum duͤrfte man bei alledem dieſe Abſicht ahnen, und er durch dieſes„dumpfe Stilleben,“ das ſo ganz den Charakter jener Dichtungen traͤgt, ſie ſchwerlich erreicht, jedenfalls aber dem Leſer etwas ſehr diaehandes geboten haben. In zu engem Raume zeigt ſich das Schauergemaͤlde: Graͤfin He⸗ lena, und verletzt dadurch. Moͤchten die folgenden Baͤnde mit gleich ſchaͤtzbaren Gaben bald erſcheinen.“
Der dritte und vierte Band, welche ſeitdem erſchie⸗ nen ſind, enthalten folgende Novellen: Venus in Rom— Emmerich.— Pommerſche Geſpenſter.— Acerbi.— Herr Kritik.
Erzaͤhlungen von Karl Streckfuß. 2 Bandchen. gr. 12. 1830. geh. 2 Nthlr. Der Name des durch ſeine Ueberſetzungen italieniſcher
Meiſterwerke ruͤhmlichſt bekannten Herrn Verfaſſers iſt Buͤrge fuͤr die Guͤte ſeiner Gabe. Das erſte Baͤndchen
enthaͤlt: der Unbekannte in Brachfeld.— Der Koͤnig
in Brachfeld.— Die drei Nebenbuhler.— Bod. 3. Die Kur.— Liebesprobe.— Die Erſcheinungen am See.— Bianca.


