vor uns bewegen: wir glauben uns Augen⸗ und Ohren⸗ zeugen. Bis an das Ende unterhalten und befriedigt, ſcheiden wir von dem trefflichen Leben⸗ und Seelenmaler. So koͤnnen wir deun nicht anders, als mit Vergnuͤgen der neuen Production, dem Banditen, entgegen ſehen, die uns in oͤffentlichen Blaͤttern angekuͤndigt wird. Ein ſo vielfach begabter Darſteller kann nur erzeugen, was ſei⸗ nes ausgezeichneten Geiſtes wuͤrdig iſt.“
W. Alexis geſammelte Novellen.
Erſter bis vierter Band. 8. 1830. 31. 5 ½ Rthlr.
„Der Dichter des Walladmor,“ heißt es uͤber Bd. 1, 2 im Lit. Wegweiſer No. 53 zur Abendzeitung 1830, „zog, ehe er als congenialer Nebenbuhler W. Scott's auftrat, ſchon durch mehrere kleinere Novellen die Auf⸗ merkſamkeit auf ſich, und dieſe ſeine Dichtungen wurden in den Taſchenbuͤchern und Zeitſchriften, worin ſie zerſtreut erſchienen, mit großer Vorliebe aufgeſucht und geleſen. Eine Geſammtausgabe derſelben war daher eben ſo ge⸗ wimſcht als erfreulich, und die Veraͤnderungen und Ver⸗ beſſerungen, welche der Verf. damit vornahm, ehe er ſie wieder vor dem Publiko erſcheinen ließ, ein neuer Gewinn. Die vorliegenden beiden erſten Baͤnde dieſer Sammlung werden ſich des allgemeinſten Beifalls zu erfreuen haben, und bilden auch in typographiſcher Binſicht ein werthvolles Geſchenk. In der Vorrede zum erſten Bande kaͤmpft der Verfaſſer zuvoͤrderſt gegen diejenigen, welchen die neuere Novellen⸗Literatur eine Abirrung von der Poeſie duͤnkt, die er lyriſche Kritiker nennt. Uns beduͤnkt, als habe er Novelle und Roman ſiegreich vertheidigt und die Einſeitigkeiten der entgegengeſetzten Anſichten dargethan. Weiterhin ſpricht er ſelbſt einige Worte uͤber die einzelnen Novellen, welche in den vorliegenden beiden Baͤnden enthalten ſind. Iblou war die erſte, die von ihm in Druck erſchien. Aber ge⸗ wiß auch eine der friſcheſten und anziehendſten. Ihr hi⸗ ſtoriſcher Hintergrund iſt der Feldzug von 1815. Die Schlacht bei Porgan laͤßt allerdings den Dialog ſehr hervortreten, dafuͤr iſt aber ſo eine lebendige Charakteriſtik


