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Menſchen, das Gepraͤge dieſes furchtbaren Auftrags in dem Siegelringe trug, den ich ihm von dem er⸗ ſtarrten Finger zog, woran ihn ihre Hand geſteckt hatte. Vergebt mir, wenn ich zu gerade heraus ſpreche! ein offenes Herz liebt offene Rede. Ich ſehe, wie Euch meine Worte bewegen! bringt meine Zunge auf immer zum Schweigen, und nehmt eine Laſt von meiner Seele durch ein einziges Wort der Ablaͤugnung oder ein Wort der Rechtfertigung.—
Waͤhrend dieſer Rede, worin Vrank viel wei⸗ ter gegangen war, als er Anfangs gewollt hatte, empfand Jacqueline den ganzen ſchnellen Uebergang von der Unterwuͤrfigkeit zum„iderſtande, all das Wiedererwachen des Stolzes und Unwillens, wel⸗ ches beleidigte Tugend und verletzte Wuͤrde nur empfinden kann. Das Blut von vier und zwanzig ſouverainen Fuͤrſten, ihren Ahnherren und Vorfah⸗ ren, ſchien in ihren Adern zu gluͤhen und ihr Herz zu ſchwellen. Jede Regung von Zaͤrtlichkeit war verſchwunden; ihre Thraͤnen trockneten. An die Stelle fruͤherer Ermattung durch Leiden und Schmerz trat ſchnell Spannung des Geiſtes und Koͤrpers. Sie war auf einmal eine Heldin, bereit, Unrecht zuruͤckzuweiſen, faͤhig, ihre Gluͤckſeligkeit aufzuopfern oder ihr Leben zu laſſen, um ihre beleidigte Ehre


