Teil eines Werkes 
2. Bd. (1832)
Entstehung
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ihres alten Bekannten Humphrey's, des guten Her⸗ zogs von Gloceſter. Wir haben hier nicht von ihm zu handeln in ſeiner Eigenſchaft als Vertheidiger einer Fuͤrſtin, Nebenbuhler eines Souverains, oder Regierer eines Reiches; ſondern bloß hinſichtlich des⸗ jenigen Charakters, von deſſen Schmerzen und Lei⸗ den weder Stolz, noch Tapferkeit, noch Ehrgeiz gaͤnzlich befreien koͤnnen, als dem Sklaven und Opfer jener unſeligen Leidenſchaft, die alle uͤbrigen in ih⸗ ren Strudel hinabſchlingt, und den Mittelpunkt nicht nur romantiſcher Dichtung, ſondern auch des wirk⸗ lichen Lebens bildet. Wir haben bis jetzt den Herzog Humphrey noch nicht im Lichte eines Liebhabers ge⸗ ſehen. Als ſolchen muͤſſen wir ihn jetzt darſtellen. Gloceſter's Neigung zu Jacquelinen beſtand ohne Zweifel aus vielen der beſten Elemente der Liebe, aber nicht aus dieſen allein, denn mit der Bewun⸗ derung ihrer Perſon und der Achtung gegen ihre Tugenden vermiſchten ſich Plaͤne der Vergroͤßerung und Auszeichnung, welche ſich weniger in Hinge⸗ bung gegen ſie, als in ſeiner Ehrfurcht verloren. Haͤtte kein anderer Gegenſtand ſeinen Pfad hoher und ehrenvoller Pflicht durchkreuzt, ſo moͤchte es dielleicht fuͤr ſie, und ganz gewiß fuͤr ihn recht gut geweſen ſeyn Seine Neigung durfte ſich vielleicht