Teil eines Werkes 
1. Bd. (1832)
Entstehung
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und war faſt ohnmaͤchtig uͤber den Strom ihrer

wurde ſie dadurch zum Bewußtſeyn gebracht, daß ſie die Tritte der Verſchworenen vernahm, wie ſie die Marmortreppen hinabſtiegen, und das entfernte Verſchließen einer Thuͤr belehrte ſie, daß ſie ſich nun außerhalb der Schloßmauern befaͤnden. Nun ſuchte ſie das Zimmer ihrer Mutter auf, entſchloſſen, ihr jedes Wort, das geſprochen worden, zu entdecken, und durch Anrufung jedes Gefuͤhls muͤtterlicher Liebe, weiblicher Sanftmuth, oder chriſtlicher Milde die ſchrecklichen Thaten abzuwenden, zu deren Voll⸗ ziehung die Verbuͤndeten ſich eben auf den Weg machten. Bald war ſie durch die Capelle und das Vorgemach in ihrer Mutter Zimmer gelangt. Das laute Athmen von dem Bette her uͤberzeugte ſie, daß jene bereits ſchliefe. Mehr erſchuͤttert durch die⸗ ſen Beweis einer aller Reue unzugaͤnglichen Grau⸗ ſamkeit, als wenn ſie ihre Mutter von Gewiſſens⸗ biſſen gefoltert angetroffen haͤtte, konnte ſie der Ge⸗ fahr nicht trotzen, ſie zu erwecken, und vielleicht einen Auftritt von Vorwuͤrfen und Kraͤnkungen zu veranlaſſen. Sie ging daher durch dieſes Gemach und das anſtoßende hindurch, verſchloß ſorgfaͤltig

auf's aͤußerſte geſpannten Gefuͤhle. Bald aber