Teil eines Werkes 
1. Bd. (1832)
Entstehung
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verſah, indem er ihm den gehorſamen Biſchof vor⸗ ſtellte, war ein Mann von mittlerem Alter, mittle⸗ rem Wuchſe und mittelmaͤßiger Bildung, ſo wie ſie die Mehrheit des rohen und unabhaͤngigen Adels von Holland und Zeeland in jenen Tagen zu ent⸗ falten pflegte, Maͤnner, die mit ihrer Feudalmacht wenig ritterliche Verfeinerung verbanden, und auf ihren einſamen Schloͤſſern einen ſtolzen Krieg mit ihren parteiſuͤchtigen Nachbaren oder den Staͤdten unterhielten, welche ihre Autoritaͤt entweder verab⸗ ſcheuten oder bekaͤmpften. Ludwig van Monfoort eichnete ſich vor anderen ſeiner Klaſſe bloß aus

durch die nie wechſelnde Treue fuͤr Jacquelinens Sache, worin ihm wenige der eigentlichen Vaſallen derſelben gleich kamen, in den ungluͤcklichen Kriegen gegen ihren Oheim, Johann den Unbarmherzigen, ſaͤculariſirten Biſchof von Luͤttich, deſſen vor Kur⸗ zem erfolgter Tod ſie in ihre Erbſchaftsrechte wie⸗ dereingeſetzt hatte, die ihr durch ſeine ſiegreiche Un⸗ gerechtigkeit einige Jahre zuvor entriſſen worden waren. Der nicht eben feine Krieger konnte bei der jetzigen Gelegenheit ſich nicht bewogen finden, ſeinen kriegeriſchen Anzug ganz bei Seite zu legen. Ueber ſeinem Wamms war eine eiſerne Halsberge