Dritter Theil. 289
darreichte, vergaͤllten und vergifteten! Laſſet uns weiſer, laſſet uns beſſer handeln! Verziehen ſey
allen, die mich beleidigten! Ich habe keinen Feind
mehr!
Es kehret zum Staube zuruͤck, was dem Staube angehoͤrt. Lerne vom Staube ſcheiden, was uͤber den Staub erhaben, was unvergaͤnglich iſt!
Dieſe Lehre begleite uns noch vom Grabe ins thaͤtige Leben. Wir nannten die Graͤber Ruhe⸗ ſtaͤtten unſerer verſtorbenen Bruͤder, Graͤber der Menſchen; und folgten in dieſem Ausdrucke dem gewoͤhnlichen Sprachgebrauche. Allein ſollte wohl dieſer Sprachgebrauch beſtimmt und richtig ſeyn? Menſchen, vernuͤnftige Weſen, die ſich mit einem Strahle des goͤttlichen Lichts beſeelt fuͤh⸗ len; Menſchen, die durch Geiſteskraft uͤber alle andere Geſchoͤpfe der Erde weit erhaben ſind, die auf Kenntniſſe verfloſſener Jahrhunderte neue Kenntniſſe fortbauen, die Welten meſſen, den Lauf der Geſtirne berechnen, und maͤchtigen Ele⸗ menten gebieten, fuͤr ihren Dienſt zu arbeiten— Weſen mit allen dieſen hohen Vorzuͤgen ſollten der Raub eines vernichtenden Todes ſeyn? Und
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