Dritter Theil. 11
ſich ſo viel fuͤr das Eine Hoͤchſte, das uns allen Noth thut, erwarten laſſe, als von dieſem. Uebri⸗ gens duͤrfte auch hier der Ausſpruch anwendbar ſeyn, mit welchem Melanchthon denen antwor⸗ tete, die ſich wunderten, daß er ein Schulbuch fuͤr Knaben mit ſo viel Aufmerkſamkeit und In⸗ tereſſe leſen koͤnne: aliter pueri legunt, aliter Melanchthon!
Wer noch nicht allen Glauben an Menſchen⸗ guͤte und Tugend verloren hat, der leſe hier und pruͤfe, und er wird die ſchoͤne, dem Herzen wohl⸗ thuende Hoffnung, daß es in der Welt beſ⸗ ſer werden koͤnne undwerde, belebt, und ſich ſelbſt mit neuem Eifer, auch an ſeinem Theile dazu beyzutragen, daß es beſſer werde, beſeelt fuͤhlen. Selbſt der, der bloß zu ſeinem Vergnuͤ⸗ gen zu leſen pflegt, wird, vorausgeſetzt, daß ſein Geſchmack nicht ganz verkuͤnſtelt iſt, wenn er das eigentliche Noth⸗ und Huͤlfsbuͤchlein(das bekannt⸗ lich nur ein Theil des Ganzen iſt) fluͤchtig durch⸗ blaͤttert, und bey der Geſchichte des Dorfes Milddheim verweilet, nicht unbefriedigt bleiben.
Der Verfaſſer richtete ſein Volksbuch ſo ein „daß die darin enthaltenen Lehren von dem Lefer


