4 Paͤchter Martin.
abgeſetzt worden, und der Abſatz von 14 ver⸗ ſchiedenen Nachdruͤcken, welche, Trotz der auffal⸗ lenden Wohlfeilheit des Buches, von privilegier⸗ ten— veranſtaltet wurden, iſt wahrſcheinlich noch
willen zu ſeyn wuͤnſchte— ſo wuͤßte ich wohl, was ich dem Manne thaͤte, der den Armen ein ſo ſchoͤnes Evangelium gepredigt hat. Da ich aber nun nicht thun kann, was ich wollte; ſo wollte ich doch das thun, was ich koͤnnte, und in mei⸗ nem und in vieler Landleute Namen unſerm lie⸗ ben Lehrer herzlich danken. Daß der edle Gleim mir mit dieſem Danke zuvor gekommen waͤre, wubze ich damals noch nicht.
Da mir es aber auch ſchien, als wenn das Buch, fuͤr welches ich dem Verfaſſer herzlich dan⸗ ken wollte, nicht nur ungemein nuͤtzlich, ſondern auch lieblich zu leſen waͤre: ſo wuͤnſchte ich dieß allen denen ſagen zu koͤnnen, denen es nicht genuͤgt, daß etwas gut ſey, ſondern die auch— was wohl nicht unbedingt zu tadeln iſt— das Gute zugleich ſchoͤn haben wollen. Denn ich hielte es fuͤr ſehr heilſam, wenn auch diejenigen, denen der Himmel ein groͤßeres Pacht⸗ oder gar Erbgut, als mir, zugetheilt hat— in ihrer Sprache wuͤrde es, glaube ich, heißen: die einen groͤßern Wirkungs⸗ kreis haben— um manches, was wir kleineren


