Teil eines Werkes 
13. Bd. (1816)
Entstehung
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ben ſehen, ließ ihn kommen, unterhielt ſich lang' und in der Folge oͤfter mit ihm, ging ſeine Arbeiten mit ihm durch, und ſagte Jeder⸗ mann, dieſer Knabe werde zuverlaͤſſig einer der groͤßten Maͤnner der Nation. Dadurch brachte ſie den jungen Menſchen in Ruf, mehrere Reiche und Große nahmen ſich ſeiner an das hatte Ninon gewollt: aber ſie begnuͤgte ſich nicht damit, ſondern nahm an ſeinen Be⸗ ſchaͤftigungen ſo lange ſie noch lebte Theil, em⸗ pfahl ihn auf dem Todesbette ihrem gelehrten Freunde, Chateauneuf, und ſetzte dem jun⸗ gen Dichter eine anſehnliche Summe aus zu Buͤchern und andern gelehrten Huͤlfsmitteln. Und der junge Menſch war Voltaire. Ohne Ninon waͤre er vielleicht in ſeiner Je⸗ ſuiten⸗Schule zu Grunde gegangen, wenigſtens ganz gewiß bei weitem das nicht geworden, was er wurde.

Ninon war faſt immer ganz geſund, und, wie ſie ſelbſt ſagte, nur zweimal ungluͤcklich geweſen das einemal durch ihren Sohn, wie im erſten Hefte dieſes Journals erzaͤhlt worden, das zweitemal fruͤher, wie es hier