Teil eines Werkes 
13. Bd. (1816)
Entstehung
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Conſtanze, ihm, wie er meinte, jetzt eine gar leichte Beute! Er ruͤckte auf die Feſtung an, ſie mußte, ſeines Erachtens, ſogleich die Thore oͤffnen, der Commandant war ja in ſeinen Haͤnden. Kaum war hier eine ordent⸗ liche Aufforderung noͤthig; doch um der Foͤrm⸗ lichkeit willen, doch um der Sache ihr Recht zu thun, geſchah was braͤuchlich war. 1

Helena ſiel in den Armen ihrer Freundin in Ohnmacht, als die Aufforderung der Feſtung, und die Nachricht von der Gefangenſchaft des Mannes, auf dem hier, ſo ſchien es, jede Hoffnung der Sicherheit beruhte, zu gleicher Zeit da war. Helena wußte, wie ſehr ſie Don Pedro haßte, ſeit ſie Montmorencis Ge⸗ malin war.

Conſtanze ward bleich, zitterte, ſchwankte, nahm ihr Kind, mit Helenens Sohn ohnge⸗ faͤhr von gleichem Alter, und legte es in der Freundin Arme.

Kann ich darauf rechnen, ſagte ſie mit ernſtem Blick, daß du dieſem verlaſſenen Kinde auf jeden Fall Mutter ſeyn willſt? daß du