morenci opferte, Ruhe zu ſichern. Sie ſah, daß, waͤr' ſie auch klein genug geweſen Koͤnig Heinrichs Liebe anzunehmen, Henriette d' En⸗ tragues ihn noch zu feſt in ihren Banden hielt, um ihn leichten Kaufs los zu geben; ſah, daß Don Pedro ihr nicht den Namen einer Herzogin von Alba—(er war nun ſchon vermaͤhlt)— nein, nichts als die Rechte auf ſein Herz antrug, die ſie ſchon laͤngſt veraͤcht⸗ lich von ſich geſtoßen hatte.
Arme Conſtanze, du hatteſt der Tugend heilige und ſchwere Opfer gebracht, und mit brennendem Erroͤthen ſahſt du, daß ſie nur auf den Altar der Klugheit gehoͤrten! Wohl dir: dies geſellte zu all deinen Tugenden noch die Demuth, und die Wage, die droben waͤgt, rechnete dir darum nicht minder, o nein noch mehr, den Werth an, den du im Augenblicke des Opferns fuͤhlteſt.
Conſtanze, nachdem ſie einen langen, pein⸗ lichen Abend Pedro's, Montmorenci's, und Heinrichs Blicken ausgeſetzt geweſen war— Blicken, die uͤber ihrem Anſchauen die Herzogin


